Wühlmausgift: Test & Empfehlungen (09/20)

Wühlmausgift
Zuletzt aktualisiert: 19. August 2020

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Willkommen bei unserem großen Wühlmausgift Test 2020. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Wühlmausgifte. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, das für dich beste Wühlmausgift zu finden.
Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir ein Wühlmausgift kaufen möchtest.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Wühlmäuse sind oftmals ungebetene Gäste im Garten, da sie Wurzeln und andere Pflanzenteile anfressen und so große Beschädigungen verursachen können. Auch die aufgeschütteten Erdhügel sind nicht unbedingt wünschenswert, weshalb es sinnvoll sein kann, ein Wühlmausgift einzusetzen, um die Nagetiere aus dem Garten zu vertreiben oder zu töten.
  • Wühlmausgift kann einfach angewendet werden und bedarf keines besonderen Know-Hows. Wichtig ist, dass du die Herstellerangaben beachtest und das Gift richtig auslegst. Hierzu findest du weiter unten in unserem Triviateil ausführliche Informationen.
  • Du hast die Wahl zwischen Fressködern oder Gas. Beide Mittel können eingesetzt werden, um Wühlmäuse zu bekämpfen, weisen aber unterschiedliche Eigenschaften auf. Über die Besonderheiten informieren wir dich in unserem Entscheidungsteil.

Wühlmausgift Test: Die Favoriten der Redaktion

Das beste ganzjährig nutzbare Wühlmausgift

Der Celaflor Wühlmausköder Arrex 3477 kann ganzjährig und sowohl im Zierpflanzenbau als auch im Gemüsegarten genutzt werden. Der Wirkstoff Zinkphosphid, auf dem der Fressköder basiert, wird von den Pflanzen nicht aufgenommen und beeinträchtigt aufgrund der Anwendung auch nicht das Bienenleben in deinem Garten.

Der Fressköder, welcher aus gefriergetrockneten Möhren besteht, ist laut Hersteller extrem attraktiv für die Nagetiere, da er im Boden Feuchtigkeit aufnimmt und dadurch besonders frisch wirkt. Schon nach einmaliger Aufnahme ist eine sichere Wirkung gewährleistet. Außerdem musst du keine Wartezeiten einhalten und kannst das Wühlmausgift auch mehrfach einsetzen.

Die Kunden loben die einfache Handhabung des Wühlmausgifts mittels eines praktischen Dosierers, der in der Kappe der Verpackung installiert ist und ein bequemes Verteilen des Granulats möglich macht.

Der Hersteller informiert nicht nur über das Produkt an sich, sondern auch über die durch die Nager verursachten Schäden und darüber, wie man die Wühlmäuse im Garten erkennen kann.

Das beste Wühlmausgift für eine lange Lagerung

Das bri’X24T’you Karbid ist vom Hersteller nicht explizit als Wühlmausgift gekennzeichnet, ist aber als übliches und wirksames Mittels gegen Wühlmäuse bekannt.

Die Karbid Steine werden in den Wühlmausgängen verteilt und geben bei Feuchtigkeit den giftigen Wirkstoff Azetylen frei, der die Nagetiere vertreibt. Das Karbid zerfällt und hinterlässt lediglich Rückstände von Kalk, sodass es in der Erde bleiben kann und sich als Dünger zersetzt.

Ein Plus sind die vom Anbieter mitgelieferten Handschuhe, mit denen du das Karbid sicher austeilen kannst. Der Wirkstoff ist außerdem im Gegensatz zu den von anderen Herstellern Anbietern angebotenen Produkte in einer PVC Dose verpackt, die eine lange Lagerung des Karbids ermöglicht, ohne dass dieses zerfällt oder an Wirkung verliert.

Kunden berichten davon, dass das grobe Karbid sehr langfristig wirkt und die Wühlmäuse dauerhaft aus dem Garten vertreibt.

Das beste Wühlmausgift in Kombination mit Obst und Gemüse

Der Detia Wühlmausköder Zinkphosphid ist für die Verwendung von Flächen mit Obst- und Gemüsekulturen, Zierpflanzen und für Wiesen geeignet und kann dadurch universal eingesetzt werden.

Der Fressköder ist auf Basis von Zuckerrüben, Möhren und Johannisbrot hergestellt und arbeitet mit dem Wirkstoff Zinkphosphid.

Laut einigen Kunden muss man mehrere Male nachfüttern, bis die Wühlmäuse endgültig verschwunden sind.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Wühlmausgift vergleichen und bewerten

Hier helfen wir dir dabei, Wühlmausgifte zu vergleichen und das richtige für dich zu finden. Folgende Kriterien haben sich als sinnvoll erwiesen, um zu beurteilen, welches Wühlmausgift sich am besten für dich eignet:

Im Folgenden zeigen wir dir, worauf es bei den unterschiedlichen Kriterien ankommt und worauf du achten kannst.

Wirkstoff

Fressköder arbeiten mit einem Rodentizid, das toxisch auf Nagetiere wirkt. Fressköder enthalten meist den Wirkstoff Coumatetralyl. Dieser setzt die Blutgerinnung bei den Wühlmäusen außer Kraft. Auf Basis von Zinkphosphid hergestellte Köder reagieren im Körper der Maus mit der Magensäure und setzen giftiges Phosphin frei, wodurch die Maus vergiftet wird.

Karbid und andere Phosphorwasserstoff-Entwickler setzten ebenfalls hochgiftiges Phosphin frei – allerdings in der Atemluft der Mäuse, sodass diese das Weite suchen, ohne direkt vergiftet zu werden. Auch pflanzliche Duftstoffe können eingesetzt werden, um die Mäuse zu vertreiben. Lavandinöl findet häufig Verwendung in Gaspatronen.

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Du hast also grundsätzlich die Wahl zwischen chemischen und natürlichen Mitteln, mit denen du Wühlmäuse bekämpfen kannst.

Auf dem Markt werden allerdings deutlich mehr Produkte, die mit chemischen Rodentiziden arbeiten, angeboten.

Wenn du das Gift in deinem Gemüsegarten verwenden willst, ist es zudem ratsam, sich darüber zu informieren, ob der Wirkstoff für die Verwendung in Nutzgärten ausgelegt ist.

Je nachdem, ob die die Wühlmäuse töten oder nur vertreiben möchtest, eignet sich ein bestimmter Wirkstoff besser als ein anderer für dich. Da dieser immer mit einer spezifischen Wirkweise verbunden ist, sollte auch diese beim Kauf eines Wühlmausgifts beachtet werden.

Wirkweise

Je nachdem, für welches Gift du dich entscheidest, wirkt dieses auf bestimmte Art und Weise.

Grundsätzlich lässt sich unterscheiden zwischen Wirkstoffen, die die Blutgerinnung der Nager hemmen und die sie mittels eines toxischen Phosphins vergiften.

Das Vergiften kann durch einen Fressköder von innen heraus geschehen oder aber über die Atemluft.

Bei letzterer Option werden die Mäuse oft nicht vergiftet, sondern vielmehr verscheucht. Die gleiche Wirkung haben geruchsbildende pflanzliche Rodentizide.

Mit der Wirkweise des Wühlmausgifts ist immer auch seine Effektivität gegen die Wühlmäuse verbunden. Es ist also sinnvoll, sich vor dem Kauf eines Wühlmausgifts darüber im Klaren zu sein, ob man es mit einer regelrechten Wühlmausplage zu tun hat oder eine einzelne Maus bekämpft und ob es notwendig ist, die Tiere zu töten, oder ob es ausreicht, sie aus dem Garten zu vertreiben.

Anwendung

Fressköder kannst du vorportioniert kaufen, sodass die Anwendung sehr einfach und sicher ist, wenn du dich an die Angaben des Herstellers hälst. Auch fertige Gaspatronen sind einfach in der Handhabung.

Wenn du dich für reines Karbid oder für Phosphin-Entwickler entscheidest, musst du beachten, dass es sich bei diesen Mitteln um witterungsabhängige Wühlmausgifte handelt. Es kann hilfreich sein, nach dem Auslegen etwas Wasser zuzugießen, damit sie direkt ihre Wirkung entfalten.

Besonders letztere Rodentizide müssen mit großer Vorsicht ausgebracht werden, da es sich hier um hochgiftige Wirkstoffe handelt, die auch für den Menschen gefährlich sind und keinesfalls eingeatmet werden sollten.

Entscheidest du dich für einen Fressköder, ist es wichtig zu vermeiden, dass menschlicher Eigengeruch an den Ködern haftet. Generell ist bei der Anwendung eines solchen Wühlmausgifts die meiste Sorgfalt geboten. Wittern die Wühlmäuse Gefahr, nehmen sie den Köder nicht an.

Die vom Hersteller empfohlene Dosierung solltest du auf alle Fälle ebenfalls beim Kauf beachten, da diese ein wichtiger Faktor ist, wenn es um das Preis-Leistungs-Verhältnis geht.

Entscheidung: Welche Arten von Wühlmausgift gibt es und welche ist die richtige für dich?

Wenn du ein Wühlmausgift erwerben möchtest, hast du die Wahl zwischen zwei Arten von Gift, die du gegen Wühlmäuse einsetzen kannst und die sich in ihrer Funktionsweise und Anwendung unterscheiden. Es lässt sich zwischen folgenden Formen von Wühlmausgift differenzieren:

  • Wühlmausgift als Fressköder
  • Wühlmausgift in Gasform

Generell gibt es beide Formen von Wühlmausgift je nach Wirkstoff sowohl mit tödlicher Wirkung als auch mit solcher, dass die Nagetiere lediglich nur vertrieben werden. Die Wirkung ist immer vom Wirkstoff sowie von auch von der Dosierung abhängig.

Wir haben für dich die zwei Formen von Wühlmausgift hinsichtlich ihrer Eigenschaften verglichen, um dir die Entscheidung so einfach wie möglich zu machen.

Was zeichnet Wühlmausgift als Fressköder aus und was sind seine Vorteile und Nachteile?

Fressköder sind bereits vorportioniert erhältlich und werden in den Gängen der Wühlmaus ausgelegt. Sie sind oftmals auf Basis von Zinkphosphid oder Coumatetralyl hergestellt. Als Köder und Träger für den Wirkstoff dient getrocknetes Gemüse wie Zuckerrüben, Möhren oder Johannisbrot.

Die Köder können die Wühlmäuse auf unterschiedliche Weise unwirksam machen – darauf sind wir bereits im Ratgeberteil eingegangen.

Ein Fressköder weist verschiedene Vor- und Nachteile auf, welche wir dir herausgesucht und einander gegenübergestellt haben.

Hier die wichtigsten Vorteile und Nachteile des giftigen Fressköders für Wühlmäuse im Überblick:

Vorteile
  • Einfache Dosierung, da vorportioniert
  • Oftmals auch für Nutzgärten geeignet, da die Pflanzen den Wirkstoff nicht aufnehmen
Nachteile
  • Achtsame Ausbringung notwendig, damit die Wühlmäuse die Köder annehmen
  • Ungewiss, ob die Wühlmäuse die Köder wirklich fressen
  • Wirkung abhängig vom natürlichen Nahrungsangebot – im Winter effektiver als im Sommer

Was zeichnet Wühlmausgift in Gasform aus und was sind seine Vorteile und Nachteile?

Mit einem Wühlmausgift in Gasform kann das gesamte Tunnelsystem bearbeitet werden. So stellt das Gas eine wirksame Alternative zu den Fressködern dar, bei denen du nicht sicher sein kannst, ob sie von den Wühlmäusen vollständig oder überhaupt gefressen werden.

Je nachdem, um welchen Wirkstoff es sich handelt und wie hoch dieser konzentriert ist, werden die Mäuse nicht getötet sondern nur vertrieben. Die Wirkung des an sich giftigen Mittels, das bei der Begasung der Gänge zum Einsatz kommt, ist ebenfalls davon abhängig, wie du es anwendest.

Es können Rauch-Kartuschen eingesetzt werden, die für eine starke Geruchsentwicklung sorgen und so die Nager vertreiben. Als Wirkstoff dient zum Beispiel Lavandinöl – das Wühlmausgas funktioniert somit auf Basis pflanzlicher Duftstoffe. Ebenfalls zur Begasung geeignet ist Buttersäure.

Auch Steine aus Karbid können verwendet werden, um Wühlmäuse zu vertreiben. Erst in Verbindung mit Feuchtigkeit werden diese gefährlich, da die Präparate aus Calcium-Carbid dann Acetyl freisetzen. Aus diesem Grund ist die Wirkung des Wühlmausgiftes witterungsabhängig, sodass es notwendig sein kann, Wasser nach dem Auslegen beizufügen.

Ähnlich funktionieren auch Phosphin-Entwickler, die in Granulatform in den Gängen ausgeteilt werden und bei Kontakt mit Feuchtigkeit den giftigen Phosphorwasserstoff freigeben.

Ein Wühlmausgift in Gasform weist verschiedene Vor- und Nachteile auf, welche wir dir im Folgenden zusammengefasst haben.

Hier die wichtigsten Vorteile und Nachteile des gasförmigen Wühlmausgifts im Überblick:

Vorteile
  • Besonders effektiv, da das gesamte Tunnselsystem bearbeitet wird
  • Wirkt witterungsunabhängig
  • Gut für größere Wühlmausplage geeignet
Nachteile
  • Nicht geeignet für sandige Böden, Wirkung ist nur bei dichten lehmigen Untergründen gewährleistet
  • Je nach Produkt nicht vorportioniert, deshalb ggf. Dosierung etwas schwieriger

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du Wühlmausgift kaufst

Wie erkenne ich, ob es sich bei dem Tier in meinem Garten um eine Wühlmaus handelt?

Bevor du Wühlmausgift einsetzt, solltest du dir sicher sein, dass es sich bei dem Schädling in deinem Garten um eine Wühlmaus handelt. Vor allem solltest du ausschließen, dass du keinen Maulwurf mit dem Gift bekämpfst.

Die Erdhaufen von Wühlmäusen kannst du klar von solchen unterscheiden, die durch einen Maulwurf verursacht werden. Während das Loch beim Maulwurfhügel mittig oder unterhalb des Haufens liegt, weisen Erdhügel, die von Wühlmäusen aufgeschüttet werden, ein seitlich versetztes Loch auf. Außerdem enthalten von Wühlmäusen aufgeschüttete Erdhaufen meistens Wurzeln und andere Pflanzenteile und sind flacher als Maulwurfhügel.

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Die Erdhügel von Wühlmaus und Maulwurf sehen sich sehr ähnlich. Bevor du ein Wühlmausgift einsetzt, solltest du deshalb klären, um welches Tier es sich handelt.
(Bildquelle: pixabay.com / Beeki)

Auch die Gänge von Wühlmaus und Maulwurf lassen sich klar voneinander unterscheiden. Während die Gänge vom Maulwurf eine runde oder breitovale Form aufweisen, sind Wühlmausgänge hochoval geformt und mit einer durchschnittlichen Breite von 8 cm generell größer.

In der nachfolgenden Tabelle haben wir dir alle notwendigen Informationen dazu, wie du Wühlmäuse von Maulwürfen unterscheiden kannst, zusammengestellt.

Wühlmaus Maulwurf
Aussehen Schwarzes, rotbraunes oder braungraues Fell. Stumpfe, kurze Schnauze. Vom Haarkleid bedeckte Ohren. Schwarzes, samtartiges Fell. Spitze, rüsselförmige Schnauze. Keine Ohrmuscheln. Grabschaufeln.
Erdhaufen Unauffällig, flach und nicht regelmäßig. Unregelmäßige Abstände zwischen den Erdhaufen, die zum Herbst hin größer aufgeschüttet werden. Mit Wurzeln, Gräsern und anderen Pflanzenteilen durchsetzt. Viele hohe, kuppelförmige Haufen mit regelmäßigen Abständen zueinander. Markieren den Verlauf der Gänge. Krümelig, aus Erde, teilweise mit Insektenresten gespickt.
Gänge Hochovale bis runde Gänge ohne Pflanzenwurzeln und mit glatten Seitenwänden und rauem Grund. Neben gößeren Erdhaufen befindlich, nicht darunter. Querovale Gänge, die mehr breit als hoch sind. Mit Wurzeln durchsetzte Gänge mit loser und brüchiger Decke. Gang befindet sich mittig unter dem Erdhaufen.
Schäden Wurzeln und Knollen werden angefressen, die Grasnarbe im Grünlandbereich zerstört. Gefahr des Stolperns besteht durch einsackende Gänge. Nur indirekte Beschädigung von Wurzeln, Erdhügel an sich wirkend stören. Ggf. Behinderung von Erntemaschinen und Stolpergefahr durch einsackende Gänge.

Um festzustellen, ob der Wühlmausgang noch bewohnt ist, und um sicherzugehen, dass es sich bei dem Wühler um eine Wühlmaus handelt, führt man eine sogenannte Verwühlprobe durch.

Wie führe ich eine Verwühlprobe durch?

Bei der Verwühlprobe öffnest du den Gang an mehreren Stellen auf einer Länge von mindestens 15-30 cm. Jetzt musst du nur abwarten, wie lange es dauert, bis der Gang wieder ausgebessert und verschlossen ist. Geschieht dies innerhalb von wenigen Stunden und werden die Öffnungen propfartig verstopft, handelt es sich um den Gang einer Wühlmaus.

Sollte der Gang noch am nächsten Tag geöffnet sein, handelt es sich um einen Maulwurf oder der Gang ist unbewohnt.

Wühlmäuse sind viel aktiver als Maulwürfe, weshalb du mittels dieser simplen Methode gut feststellen kannst, um welches Tier es sich in deinem Garten handelt.

Ist es erlaubt, Wühlmäuse zu töten?

Wühlmäuse kommen in sehr großer Zahl vor und sind allgemein als Schädling bekannt. Deshalb ist es nicht untersagt, Wühlmäuse zu töten – im Gegensatz zum Maulwurf, der unter Naturschutz und dessen Verletzung oder Tötung unter Strafe steht.

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Wühlmäuse kommen in großer Zahl vor und werden als Schädlinge eingestuft, weshalb sie mit Wühlmausgift im eigenen Garten bekämpft werden dürfen.
(Bildquelle: pixabay.com / MrsBrown)

Da Wühlmäuse nicht vom Aussterben bedroht sind, kannst du sie in deinem Garten mit Hilfe eines Wühlmausgifts ohne Bedenken bekämpfen.

Wie wirkt das Wühlmausgift?

Wühlmausgift wirkt gegen Wühlmäuse, indem es diese vertreibt oder tötet. Meistens werden die Mäuse lediglich vertrieben, auch wenn die meisten eingesetzten Wirkstoffe per se hochgiftig sind. Es kommt also auf die Dosis des Biozids an, welche die Wühlmäuse aufnehmen. Die Dosierung reicht meistens nicht aus, um die Nager zu töten.

Fressköder werden in den Wühlmausgängen ausgelegt und von den Wühlmäusen gefressen. Sie sind mit einem hochgiftigen Wirkstoff präpariert. Ihre Wirkung entfalten sie erst im Körper der Maus, wenn das Rodentizid mit der Magensäure reagiert und so ein toxischer Wirkstoff – Phosphin – freigesetzt wird. So funktionieren beispielsweise Köder mit Zinkphosphid.

Andere Köder, die zum Beispiel auf dem Wirkstoff Coumatretalyl basieren, hemmen die Blutgerinnung bei der Maus, wenn sie aufgenommen wurden. Die Aufnahme eines so präparierten Fressköders muss allerdings mehrfach an aufeinander folgenden Tagen erfolgen – erst so wird eine tödliche Dosis erreicht. Die Wühlmaus muss sich kurze Zeit später verletzten, dann verblutet sie.

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Wenn du die Wühlmausgänge mittels eines Wühlmausgases begast, gerät ein giftiger Wirkstoff – Phosphin, auch Phosphorwasserstoff genannt – in die Atemluft der Mäuse, welche folglich die betroffene Region meiden.

Der Wirkstoff wird erst freigesetzt, wenn das Mittel in Kontakt mit Wasser kommt.

Gaspatronen setzen unabhängig von der Witterung und sofort den Wirkstoff frei.

Das freigesetzte Gift in den Gängen ist meistens zu schwach, um die Wühlmäuse zu vergiften. Sie flüchten aus einer der Gangöffnungen. Um den Wühlmäusen diese Möglichkeit zu gewährleisten, verschließt du auch nicht alle Gänge, sondern lässt einen Gang bei der Begasung offen. Anderenfalls werden die Wühlmäuse in den Gängen je nach Dosierung des Gifts doch vergast.

Kann Wühlmausgift anderen Tieren schaden?

Bei den Wirkstoffen, die bei Wühlmausgiften zum Einsatz kommen, handelt es sich meistens um hochgiftige Substanzen – oftmals Coumatetralyl oder Zinkphosphid. Diese Rodentizide sind generell gegen Nagetiere wirksam, sodass auch andere Mäusearten bekämpft werden. Je nach Dosierung müssen diese allerdings nicht tödlich wirken, sondern vertreiben die Mäuse lediglich.

Trotzdem können generell auch andere Tierarten durch das Gift geschädigt werden, wenn diese solches in entsprechender Menge ausnehmen. Dies gilt vor allem auch für Vögel. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass du das Wühlmausgift richtig auslegst. Dann haben andere Tiere in der Regel keinen direkten Zugang zu dem Gift.

Wühlmäuse werden oftmals mit Maulwürfen verwechselt, da sich ihre Aktivität ähnlich im Garten äußert. Wie du erkennst, dass es sich bei dem Tier um eine oder mehrere Wühlmäuse handelt, haben wir dir bereits zu Beginn unseres Ratgebers erklärt.

Das Wühlmausgift ist in der Regel genauso schädlich für den Maulwurf, welcher durchaus geschädigt werden kann. Die Dosierung, wie sie bei der Bekämpfung von Wühlmäusen angedacht ist, kann einen Maulwurf aber für gewöhnlich nicht töten. Dies ist erst der Fall, wenn er eine große Menge des Wirkstoffs zu sich genommen hat.

Kann ich mit Wühlmausgift auch Maulwürfe bekämpfen?

Da das Wühlmausgift grundsätzlich auch gegen andere Tiere wirksam ist, ist es per se möglich, auch einen Maulwurf mit dem Gift zu bekämpfen. Dieses muss aber entsprechend hoch dosiert sein, damit es wirkt.

Dies gilt allerdings hauptsächlich für gasförmig wirkendes Wühlmausgift, da Maulwürfe Fleischfresser sind und Fressköder für Wühlmäuse häufig aus gefriergetrocknetem Gemüse hergestellt werden.

Trotzdem eignen sich Mittel, die explizit für das Bekämpfen von Maulwürfen hergestellt werden, besser und sind in der Regel effektiver als ein zweckentfremdetes Wühlmausgift.

Auch wenn der Maulwurf häufig genauso wie die Wühlmaus ein ungebetener Gast im Garten ist, solltest du vorsichtig sein, was das Bekämpfen des Tieres angeht. Der Maulwurf steht – wie bereits erwähnt – gesetzlich unter Naturschutz. Als Strafe für das vorsätzliche Schädigen der Tiere sind deshalb hohe Bußgelder vorgesehen.

Was kostet Wühlmausgift?

Wühlmausgifte kannst du für wenig Geld erwerben. Die Preise für das Schädlingsbekämpfungsmittel variieren je nach Produktart und je nach Gewicht und liegen zwischen 9 und maximal 20 Euro.

Beachte, dass Wühlmausgifte unterschiedlich dosiert sein können und die Herstellerangaben verschiedene Dosierungen bezüglich der Anwendung empfehlen. Auch dieser Aspekt kann den Preis beeinflussen.

Wo kann ich Wühlmausgift kaufen?

Ein Wühlmausgift kannst du im Baumarkt oder Gartenfachhandel kaufen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Wühlmausgift im Internet zu bestellen.

Hier bieten sich verschiedene Möglichkeiten an. Bekannte Anbieter sind zum Beispiel:

  • amazon.de
  • ebay.de
  • hagebau.de
  • obi.de

Welche Alternativen gibt es zum Wühlmausgift?

Abgesehen vom Wühlmausgift gibt es eine Vielzahl anderer Möglichkeiten, wie du Wühlmäuse bekämpfen kannst. Du kannst es mit unterschiedlichen Hausmitteln oder Ultraschall versuchen oder Fallen zur Hilfe nehmen.

Hier haben wir dir die wichtigsten Alternativen auf einen Blick zusammengefasst:

Alternative Beschreibung
Hunde- oder Katzenhaare/Menschenhaare In die Öffnungen der Gänge gelegt sollen die Haare die Wühlmäuse abschrecken und vertreiben.
Ultraschall und Schwingungen Sogenannte Ultraschall-Scheuchen sollen Wühlmäuse fernhalten, indem sie Ultraschallwellen erzeugen, der auf die Tiere sehr unangenehm wirkt.
Windräder/Klappermühlen Erzeugen Geräusche, welche die feinfühligen Wühlmäuse vertreiben sollen.
Wühlmausfalle Unterschiedliche Fallen wie die Schussfalle, Röhren- oder Kastenfalle bieten sich an, um Wühlmäuse zu fangen. Die Tiere werden dabei mit Hilfe eines Köders angelockt und durch die Falle entweder umgebracht oder lebendig eingefangen.
Maschendraht Gitter, die um die Pflanzen herumgespannt und in der Erde verlegt werden, stellen eine Barriere dar, wodurch die Wurzeln vor Wühlmäusen und den entsprechenden Beschädigungen geschützt werden. Der Maschendraht muss unbedingt sicher verschlossen sein, darf also keine Lücken aufweisen und muss tief genug im Boden vergraben sein.
Natürliche Feinde fördern Zu den natürlichen Fressfeinden gehören Mauswiesel, Fuchs, Iltis und Marder, aber auch Katzen und Greifvögel. Fördere das Vorkommen von ihnen in deinem Garten – mittels Steinhaufen für Marder, Einfluglöchern für Eulen oder Sitzstangen für Greifvögel.
Bestimmte Pflanzen anpflanzen Wolfsmilch, Schachbrettblume, Steinklee und Hundsziege riechen für die Wühlmäuse unangenehm und werden deshalb gemieden.
Knoblauchzehen/Thujenzweige Riechen intensiv und können im Garten verteilt oder in den Öffnungen der Gänge platziert werden, um Wühlmäuse loszuwerden.
Giftweizen Aus ganzen Getreidekörnern, Zur Bekämpfung von Mäusen und Ratten im Innen- und Außenbereich. Wirkt durch Präparierung mit Bromadiolon sehr schnell und effektiv. Sollte nicht länger als 6 Wochen lang verwendet werden.

Wann bringe ich das Wühlmausgift am besten aus?

Da Wühlmäuse keinen Winterschlaf halten, musst du das ganze Jahr über mit den Tieren rechnen. Das Wühlmausgift kannst du ganzjährig verwenden.

Am besten wirkt das Wühlmausgift allerdings zwischen Herbst und Frühling, da die Tiere in den Wintermonaten wenig Essbares zur Verfügung haben und aus diesem Grund die Chance besonders groß ist, dass sie die Fressköder annehmen. Vor allem im Spätherbst kannst du die Wühlmäuse in deinem Garten deshalb erfolgreich bekämpfen.

Wirksam ist das Gift gegen Wühlmäuse zu jeder Jahreszeit. Das natürliche Nahrungsangebot ist in den warmen Monaten jedoch ausreichend, weshalb die Wühlmäuse die Fressköder womöglich unbeachtet lassen. Es ist deshalb ratsam, auch alternative Mittel wie eine Wühlmausfalle einzusetzen, um die Nagetiere zu bekämpfen.

Wie lege ich das Wühlmausgift richtig aus?

Die Fressköder müssen unbedingt vollständig im Boden vergraben sein, damit keine anderen Tiere die Köder fressen und geschädigt werden.

Wie schnell wirkt das Wühlmausgift?

Wühlmausgift in Gasform wirkt, sobald das giftige Phosphin freigesetzt wird. Dies geschieht unmittelbar bei Kontakt mit Wasser. Falls du das Wühlmausgift im Sommer anwendest, kannst du nachhelfen und die Wirkung beschleunigen, indem du nach dem Auslegen etwas Wasser nachschüttest. Die Wühlmäuse werden durch das Gift umgehend vertrieben.

Hast du dich für ein Wühlmausgift in Köderform entschieden, ist die Wirkung abhängig vom eingesetzten Rodentizid.

Mit Zinkphosphid arbeitende Köder wirken sehr schnell, da Gift im Körper freigesetzt wird, sobald das Rodentizid mit Magensäure in Berührung kommt.

Fressköder auf Basis von Blutgerinnungshemmern wie Coumatretalyl bedürfen einer etwas längerfristigen Aufnahme, da sonst die Dosierung nicht ausreichend genug ist, um die Wühlmaus zu töten, und wirken verzögert. Eine verzögerte Wirkung von Fressködern ist gewünscht, damit die Wühlmaus keine Köderscheu entwickelt und die Köder weiterhin zu sich nimmt, bis eine entsprechende Dosis erreicht ist. Die Maus verblutet, sobald sie sich verletzt hat.

Grundsätzlich ist die Wirkung von Fressködern schwieriger einzuschätzen, da hier mehrere Faktoren zusammenspielen und es nicht wirklich möglich ist, nachzuverfolgen, wann und wie viel die Maus von den ausgelegten Ködern zu sich genommen hat.

Wie lagere ich Wühlmausgift richtig?

Wichtig ist außerdem, dass die Verpackung gut verschlossen wird und das Gift vor Feuchtigkeit geschützt ist. Ideal ist eine Lagerung an einem dunklen Ort und bei mäßigen Temperaturen, zum Beispiel in einem verschlossenen Schrank im Keller.

Bewahre Wühlmausgift unbedingt außer Reichweite von Kindern auf.

Lass das Wühlmausgift nach dem Öffnen in der originalen Verpackung, damit noch bei der Verwendung zu einem späteren Zeitpunkt ersichtlich ist, um welchen Wirkstoff es sich handelt und wie dieser zu dosieren ist.

Wie lange ist Wühlmausgift haltbar?

Wühlmausgift ist quasi unendlich haltbar. Wenn du das Mittel wie oben beschrieben richtig lagerst, kannst du es mehrere Jahre lang verwenden, um Wühlmäuse zu bekämpfen und ohne, dass es an Wirkung einbüßt.

Wie entsorge ich Wühlmausgift richtig?

Wühlmausgift gehört auf keine Fälle in den Hausmüll oder in die Toilette, da es sich bei den Mitteln um giftige Substanzen handelt, die einer fachgerechten Entsorgung bedürfen. Gib das zu entsorgene Wühlmausgift an einer Schadstoffsammelstelle ab – am besten in der Originalverpackung.

Tierhandlungen bieten teilweise auch an, die Reste von Schädlingsbekämpfungsmitteln wie Wühlmausgift entgegenzunehmen.

Ist Wühlmausgift für Menschen oder Haustiere giftig?

Wühlmausgift ist in der Regel hochgiftig. Dies gilt sowohl für die Nagetiere, als auch für jegliche andere Tiere, eingeschlossen Haustiere, und Menschen. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich bei der Ausbringung des Gifts an die Vorgaben des Herstellers zu halten und sehr vorsichtig zu sein. Entsprechende Schutzkleidung wie Handschuhe ist ratsam, um das Wühlmausgift sicher auszubringen.

Besonders wichtig ist es, die Wühlmausgänge nach der Anwendung von Fressködern wieder gut abzudecken, damit keine anderen Tiere an das Gift geraten.

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Wer Wühlmäuse im Garten hat und Kinder oder Haustiere besitzt, die dort regelmäßig spielen, sollte sich gut überlegen, ob er Wühlmausgift zum Bekämpfen der Tiere einsetzen möchte.
(Bildquelle: pixabay.com / Hans)

Kinder sollten generell nicht mit dem Wühlmausgift in Kontakt kommen und dringend von Rodentiziden ferngehalten werden.

Bei einer Aufnahme des Wirkstoffes kann es je nach Dosierung in Folge einer Vergiftung für Tier und Mensch zum Tod kommen. Diese ist allerdings mit dem Schlucken großer Mengen des Wirkstoffs verbunden, was in der Regel nicht vorkommen sollte.

Kann mein Kind im Garten spielen, wenn ich Wühlmausgift verwende?

Wer Kinder oder Haustiere hat, die regelmäßig im Garten spielen, sollte grundsätzlich zweimal überlegen, ob er chemische Gifte in seinem Garten einsetzen möchte. Die Chance, dass Kinder zufällig in Kontakt mit Wühlmausgift kommen, ist nicht sehr hoch, besteht aber.

Auch wenn die Gänge nach dem Auslegen des Giftes ordentlich verschlossen worden sind, kann das Wühlmausgift herausgetragen worden sein. Da Kinder gerne mit Erde spielen und buddeln, kann es auch schnell passieren, dass sie aus Versehen auf einen Wühlmausgang stoßen.

Aus diesem Grund empfehlen wir, Kinder nicht im Garten spielen zu lassen, wenn ein Wühlmausgift eingesetzt wird – vor allem nicht unbeaufsichtigt. Letztlich geschieht dies immer auf eigene Gefahr.

Was kann ich tun, wenn mein Kind oder Haustier Wühlmausgift verschluckt hat?

Hat ein Kind Wühlmausgift wie etwa granulierte Fressköder zu sich genommen, muss sofort das Giftinformationszentrum oder die Kinderärztin kontaktiert werden. Die Menge und die Wirkung des Wühlmausgifts müssen geklärt werden. Halten sie dazu auch die Originalpackung des Wühlmausgifts bereit.

Als Erste Hilfe Maßnahme bietet es sich an, dem Kind Wasser, Tee oder Saft zu trinken zu geben. Eventuell ist eine Überwachung in der Kinderklinik notwendig und ein Gegenmittel wird verabreicht.

Warum kannst du mir vertrauen?

Anne ist Landschaftsgärtnerin und verbringt auch einen großen Teil ihrer Freizeit im heimischen Garten. Sie hat ein Auge fürs Detail und hat bisher jeden Garten wieder auf Vordermann gebracht.