Rasenmäher Öl: Test & Empfehlungen (11/20)

Rasenmäher Öl
Zuletzt aktualisiert: 20. November 2020

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Damit der Motor Deines Benzin-Rasenmähers auch nach Jahren rund läuft, benötigt sein Motor das richtige Rasenmäher Öl. Doch welches ist das richtige? API, SAE, W: Die Abkürzungen auf den Verpackungen der Motoren-Öle können zu einiger Verwirrung führen.

Wir möchten Licht ins Dunkel bringen und Dir mit unserem großen Rasenmäher Öl Test 2020 helfen, das richtige Motor-Öl zu finden, welches speziell auf die Bedürfnisse Deines Geräte-Modells abgestimmt ist. Hierbei widmen wir uns auch den häufigsten Fragen rund um das Thema Rasenmäher Öl und der Pflege und Wartung Deines Benzin-Rasenmähers.

Das Wichtigste in Kürze

  • 2-Takt- und 4-Takt-Rasenmäher benötigen unterschiedliche Rasenmäher Öle
  • Ob du nur im Sommer deinen Rasen mähst oder auch bei kälteren Temperaturen den Motor anwirfst, entscheidet über die so genannte Viskositätsklasse des Rasenmäher Öls
  • Zur Wartung und Pflege Deines Benzin-Rasenmähers gehören die regelmäßige Messung des Ölstands sowie der jährliche Ölwechsel

Rasenmäher Öl Test: Favoriten der Redaktion

Das beste Rasenmäher Öl für 4-Takt-Motoren

Das 1264 Rasenmäher-Öl SAE 30 von Liqui Moly ist speziell auf die Bedürfnisse von 4-Takt-Rasenmäher-Motoren abgestimmt. Zum einfachen Einfüllen besitzt es einen praktischen Einfüllschlauch.

Das Öl besitzt eine sehr gute Reinigungswirkung und eine hohe Schmierfähigkeit. In einer Umfrage der Zeitschrift Testbild und des Statistikunternehmens Statista wurde Liqui Moly auf Platz 1 in der Kategorie Motoröle für Gartengeräte gewählt.

Wenn Du auf der Suche nach einem qualitativ hochwertigen Rasenmäher Öl bist, dass sich bereits über viele Jahre bei Kunden bewährt hat, liegst Du mit diesem Öl von Liqui Moly genau richtig.

Das beste Rasenmäher Öl für 2-Takt-Motoren

Ebenfalls von der Firma Liqui Moly kommt dieses Öl für 2-Takt-Motoren. Es besteht aus einer Mischung aus mineralischen und synthetischen Grundölen und ist mit speziellen Additiven angereichert. So schützt es zuverlässig vor Verschleiß und Korrosion.

Wenn Du auf der Suche nach einem soliden Öl mit dem besten Mischungsverhältnis für Deinen 2-Takt-Motor bist, wird Dich dieses Rasenmäher Öl von Liqui Moly rundum zufrieden stellen.

Das beste Mehrbereichsöl für Rasentraktoren

Das Mehrbereichsöl TOTAL QUARTZ 9000 ENERGY 5w-40 Motorenöl ist rund ums Jahr und auch bei extremen Temperaturschwankungen einsetzbar. Es verbessert die Effizienz des Motors und verringert den Kraftstoffverbrauch.

Du willst die Effizienz und Leistung Deines Motors erhöhen und setzt Deinen Rasentraktor rund ums Jahr ein? Dann solltest Du dieses Mehrbereichsöl der Firma TOTAL testen.

Kauf- und Bewertungskriterien für Rasenmäher Öle

Die Kriterien beim Kauf des richtigen Öls für Deinen Rasenmäher richten sich nach den Produkteigenschaften Deines Rasenmähers. So empfehlen wir zuerst den Blick in die Gebrauchsanweisung Deines Rasenmähers. Hier findest Du die wichtigsten Informationen zur Art Deines Rasenmäher-Motors.

Hier erläutern wir Dir diese Kriterien näher:

Abstimmung auf die Art des Rasenmähers

Rasenmäher Öl ist speziell für die Bedürfnisse eines Benzin-Rasenmähers entwickelt. Die meisten Benzin-Rasenmäher besitzen heute einen 4-Takt-Motor. Die 2-Takt-Motoren sind im Aussterben begriffen. Das liegt hauptsächlich an ihrer deutlich höheren Lautstärke im Vergleich zu 4-Takt-Motoren und ihrem erhöhten Schadstoffausstoß.

Im Automobil- und Motorradbau dominieren heutzutage die 4-Takt-Motoren.

Beim 2-Takter verbrennt das Öl zusammen mit dem Benzin. Es wird in der Regel zum Benzin gemischt, wobei unbedingt auf das richtige Mischverhältnis geachtet werden muss, damit der Motor keinen Schaden nimmt.

Einige Modelle besitzen einen separaten Öltank. Hier findet die Mischung mit dem Benzin automatisch über eine Ölpumpe statt.

Beim 4-Takt-Motor gibt es immer separate Einfüllbereiche für Benzin und Öl, eine Mischung findet nicht statt. Im Gegensatz zum 2-Takter verbleibt beim Betrieb das Öl im Rasenmäher. Es ist für die Schmierung der verschiedenen Motorbereiche zuständig wie zum Beispiel Kolben und Getriebe.

Art Eigenschaft
2-Takt-Motor Einfacher Motoraufbau, bei dem im Betrieb das Öl zum Benzin gemischt wird
4-Takt-Motor Ruhiges Laufverhalten bei geringerem Kraftstoffverbrauch

Viskositätsklasse

Ein 4-Takt-Öl wird in verschiedene Viskositätsklassen eingeteilt, die sich anhand eines “W”s auf der Produktverpackung in Kombination mit einer Zahl ablesen lässt. Sie gibt an, wie dünn- oder zähflüssig ein Öl ist. Je höher die Zahl ist, desto zähflüssiger ist das Öl.

Das “W” steht für Winter. Je kleiner die dazu gehörige Zahl, desto kältebeständiger ist das Öl.

Die empfohlene Viskositätsklasse beruht auf den Temperaturen, bei denen Dein Rasenmäher zum Einsatz kommt. Grundsätzlich solltest Du überlegen, ob Dein Rasenmäher nur im Sommer oder ganzjährig zum Einsatz kommt.

Die Viskosität ist wiederum Teil der SAE-Klassifizierung. SAE ist die Abkürzung für “Society for Automotive Engineers”. Diese Vereinigung war es, die 1911 die verschiedenen Viskositätsklassen festlegte.

Die 1905 in den USA gegründete Vereinigung SAE diente ursprünglich dem Zweck des Wissens-Austauschs zwischen Automobilkonstrukteuren.

Im Folgenden stellen wir Dir eine Auswahl der gängigen SAE-Klassifizierungen vor:

Einbereichsöl SAE30

  • Einsetzbar ab + 5 °C und vor allem für die Sommermonate geeignet
  • Ganz konkret bedeutet SAE30 eine Viskosität von 9,3 mm²/s bis 12,5 mm²/s (Die Einheit mm²/s bedeutet ein Quadratmillimeter pro Sekunde)

Mehrbereichsöl SAE 10W-30

  • Einsetzbar im Sommer und Winter bei Temperaturen im Minusbereich
  • Es wird sowohl die Niedrigtemperatur-Viskosität genannt (vor dem W), sowie die Hochtemperatur-Viskosität nach dem Bindestrich
  • Die maximale Tiefsttemperatur, bei der SAE 10W-30 noch pumpbar ist, liegt bei −30 °C

API-Spezifikationen

Die Abkürzung API steht für “American Petroleum Institute”. Diese Abkürzung findest Du ebenfalls auf der Verpackung Deines Motoröls. Es unterteilt das Öl in Klassen, durch welche die Qualität des Öls abgelesen werden kann. Der Buchstabe S steht für Rasenmäher Öl für 4-Takt-Motoren, das C für Dieselmotoren.

Hierauf folgt ein weiterer Buchstabe, an dem Du die Qualitätsstufe ablesen kannst. Je weiter hinten der Buchstabe im Alphabet steht, desto höher ist die Qualität des entsprechenden Motoröls.

Momentan liegt die höchste Qualitätsstufe für 4-Takt-Motoröl bei SN. Beim Kauf des Motoröls solltest Du Dich für eine Qualitätsstufe von mindestens API-SG entscheiden.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du Rasenmäher Öl kaufst

Es steht der erste Ölwechsel bei Deinem Rasenmäher an und Du fragst Dich, auf was genau Du denn nun achten musst? Im folgenden Ratgeber geben wir Antwort auf die häufigsten Fragen:

Was ist das Besondere an Rasenmäher Öl?

Motoröl ist nicht gleich Motoröl. Die unterschiedlichen Arten von Motoren stellen verschiedene Ansprüche an die Zusammensetzung eines Schmierstoffes. Wenn Du bei der Wahl des richtigen Öls nichts falsch machen willst, solltest Du zuallererst in die Gebrauchsanweisung Deines Rasenmähers schauen.

Hier findest Du aufgelistet, welche Art von Rasenmäher Öl für Dein spezielles Modell zum Einsatz kommen darf, damit die Lebensdauer des Motors möglichst hoch ist.

Rasenmäher Öl

Ein qualitativ hochwertiges Rasenmäher Öl enthält bereits die richtige Menge an Additiven. So wird die Lebensdauer eines Benzin-Rasenmähers erhöht und dem Traum vom perfekten Rasen steht nichts mehr im Weg. (Bildquelle: Rémi Müller / unsplash)

Die verwendeten Additive im Rasenmäher Öl unterscheiden sich von der Zusammensetzung anderer Öle. Sie sind immer auf die speziellen Erfordernisse des Rasenmäher-Motors abgestimmt.

Welche Arten von Rasenmäher Ölen gibt es?

An dieser Stelle möchten wir auf die Unterschiede von Mineralöl und Synthetiköl eingehen.

Mineralöl

Mineralöl wird in den Raffinerien aus Rohöl gewonnen und ist kaum behandelt. Der Begriff Mineralöl wurde bereits Ende des 18. Jahrhunderts eingeführt, um dieses Öl zu Pflanzenölen abzugrenzen

Vorteile
  • Günstiger als Synthetiköl
Nachteile
  • Weniger gut abgestimmt auf die Bedürfnisse des Rasenmähers

Synthetiköl

Synthetiköl ist ein künstlich designtes Produkt, das durch bestimmte Veredelungsmaßnahmen die Herstellung deutlich aufwändiger macht. Die Firma MOBIL stellte 1970 das erste vollsynthetische Motoröl her.

Vorteile
  • Auch bei niedrigen Temperaturen hohe Fließfähigkeit
  • Temperaturstabiler auch bei hohen Temperaturen
  • Niedrigerer Kraftstoffverbrauch
  • Hohe Schmierfähikeit
Nachteile
  • Kostenintensiver als Mineralöl

Es zeigt sich also deutlich, dass synthetisch hergestelltes Rasenmäher Öl deutlich mehr positive Eigenschaften aufweist als das Mineralöl. Aus diesem Grund raten wir Dir zur Wahl von Synthetiköl.

Benötigt mein Rasenmäher Öl spezielle Additive?

Der Markt bietet verschiedene Additive, mit denen die Qualität des Öls verbessert werden soll. Wenn Du jedoch ein qualitativ hochwertiges Rasenmäher Öl verwendest – wie z.B. die Produkte, die wir in diesem Beitrag empfehlen – ist der Einsatz von zusätzlichen Additiven nicht nötig.

Die Additive befinden sich bereits im richtigen Verhältnis im Rasenmäher Öl, so dass Du Dir hierüber keine weiteren Gedanken machen musst.

Was kostet Rasenmäher Öl?

Der Preis sowohl für 4-Takt als auch für 2-Takt Rasenmäher Öl bewegt sich zwischen 8 und 16 Euro pro Liter.

Wo kann ich Rasenmäher Öl kaufen?

Rasenmäher Öl findest Du in großen Online-Shops ebenso wie in den Shops der Hersteller:

  • amazon
  • ebay
  • obi
  • bauhaus.info
  • fuxtec
  • liqui-moly

Welche Alternativen gibt es zu Rasenmäher Öl?

Auch wenn Du den gut gemeinten Rat hörst, in Deinen Rasenmäher doch einfach ein anderes Öl, wie zum Beispiel Motorenöl für Autos, zu kippen, raten wir Dir hiervon ab. Rasenmäher Öl ist speziell auf die Bedürfnisse des Rasenmäher-Motors angepasst.

Es wäre schade, die Lebensdauer durch den Einsatz des falschen Öls zu verkürzen. Ein Blick in das Handbuch Deines Rasenmähers hilft Dir dabei herauszufinden, um welchen Motor es sich bei Deinem Modell handelt.

Rasenmäher Öl

Zu guter Wartung und Pflege des Rasenmähers gehört auch das richtige Rasenmäher-Motoröl. Bei normaler Beanspruchung sollte ein Mal pro Saison ein Ölwechsel durchgeführt werden. (Bildquelle: Andreas160578 / pixabay)

Einzige Ausnahme bilden die Rasentraktoren, die auch im Winter zum Einsatz kommen. Das übliche KFZ-Öl ist ein Mehrbereichsöl, also für Sommer- und Wintermonate verwendbar. Dies vertragen auch die Motoren von Rasentraktoren.

Wann sollte ich das Rasenmäher Öl wechseln?

Es reicht nicht aus, das Spezialöl für Rasenmäher regelmäßig zu überprüfen und bis zur Maximal-Anzeige im Tank aufzufüllen. Durch den dauerhaften Einsatz des Mähers verliert das Öl an Schmierfähigkeit, Schmutz kann sich ablagern.

Herausfordernde Bedingungen wie zum Beispiel sehr hohe Temperaturen, hoher Staubgehalt oder unebenes Gelände kann die Anzahl der erforderlichen Ölwechsel erhöhen.

Deshalb empfehlen wir einen regelmäßigen Ölwechsel. Wie oft dieser durchgeführt werden sollte, hängt davon ab, wie oft der Rasenmäher zum Einsatz kommt.

  • Üblicherweise reicht ein Ölwechsel pro Saison
  • Bei sehr häufigem Einsatz sollte das Öl etwa alle 25 Betriebsstunden gewechselt werden
  • Nimmst Du ein Gerät erstmalig in Betrieb, solltest Du nach den ersten 5 Einsatzstunden das Öl wechseln

Wieviel Öl benötigt mein Rasenmäher?

Das Fassungsvermögen des Motors ist abhängig vom Rasenmäher-Modell. Ein Blick in die Gebrauchsanweisung kann hier Aufschluss über die richtige Öl-Menge geben. Der Ölstand sollte bei kaltem Motor gemessen werden.

Die meisten Rasenmäher-Modelle besitzen einen integrierten Ölmess-Stab, mit dem der Stand problemlos ermittelt werden kann. Fehlt dieser, hilft ein Blick in den Tank, in dem üblicherweise der Mindest- und Maximal-Stand angezeigt wird.

Welche Probleme können mit Rasenmäher Öl auftreten?

Eines der häufigsten Probleme ist weißer Rauch, der zum Schrecken des Besitzers plötzlich aus dem Motor qualmt. Oder aber der Rasenmäher verliert offensichtlich Öl.

Was ist passiert? Weißer Rauch ist ein Zeichen dafür, dass Öl in den Verbrennungstrakt gelaufen ist. Und das wiederum liegt in den meisten Fällen daran, dass der Rasenmäher zu stark bzw. in die falsche Seite gekippt wurde. So kann Öl durch den Luftfilter bis zum Vergaser fließen.

  1. Zündkerze entfernen und Benzinhahn schließen
  2. Ausbau und Reinigung des Luftfilters
  3. Ggf. Rasenmäher von Ölresten mit Hilfe eines weichen Tuchs befreien
  4. Kontrolle des Ölstands, im Bedarfsfall Öl nachfüllen

Wenn das Gerät nach etwa einer halben Stunde abgekühlt ist, kann ein Probelauf durchgeführt werden.

Fazit

Die Zeit, in der eine ganze Armada an Einsatzkräften nötig war, um mit Sensen einen großen Rasen zu kürzen, ist glücklicherweise vorbei. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die ersten mit Motor betriebenen Rasenmäher erfunden.

Damit Du lange etwas von Deinem Benzin-Rasenmäher hast und seinen Motor gut pflegst, ist die Wahl des richtigen Rasenmäher Öls essentiell.

Bildquelle: Kadula / 123rf

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