Holzkomposter: Test & Empfehlungen (12/20)

Holzkomposter
Zuletzt aktualisiert: 2. November 2020

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Holzkomposter sind nicht nur toll, um Abfälle loszuwerden. Im Gegenzug für deine Garten- und Küchenabfälle liefert dir der Komposter nährstoffreichen Humus für deinen Garten und deine Pflanzen. Damit hast du sozusagen deine persönliche Bio Tonne im eigenen Garten. Dabei sieht der Holzkomposter sogar noch schöner aus als eine gewöhnliche Mülltonne.

Unser Holzkomposter Test 2020 liefert dir wichtige Informationen, die dir helfen sollen, den richtigen Komposter für dich zu finden. Wir geben dir Ratschläge, worauf du bei Holzkomposter vor und nach dem Kauf achten solltest.

Das Wichtigste in Kürze

  • Holzkomposter liefern dir eine einfache Möglichkeit deine eigene Komposterde herzustellen, die du als Dünger für deinen Garten verwenden kannst.
  • Holzkomposter bieten dir eine natürliche Form der Müllentsorgung.
  • Mit einem Holzkomposter tust du deinem Garten und der Umwelt etwas Gutes, vorausgesetzt du kompostierst richtig.

Holzkomposter Test: Favoriten der Redaktion

Der beste Holzkomposter zum Zusammenstecken

Der Steckkomposter Bausatz bietet dir, wie der Name schon verrät, eine einfache Aufbauweise. Du musst die Bretter des Holzkomposters nur zusammenstecken und schon bist du fertig.

Die Aufbauweise ist simpel und spart dir Zeit, außerdem ist er druckimprägniert und aus Kiefernholz, somit ist er Wetterfest und beständig. Der TikTakToo Komposter ist mit seiner praktischen Größe von 100 cm x 100 cm x 70 cm auch für kleinere Gärten gut geeignet.

Der beste Holzkomposter für kleine Gärten

Dieser Lacewing Holzkomposter mit Deckel verzückt vor allem mit seinem Design. Gestaltet in Form eines kleinen Häuschens, ist er auf jeden Fall auch etwas fürs Auge. Das Häuschen besitzt außerdem unten eine Öffnung, um Schichtungen zu erleichtern.

Der Holzkomposter fasst 288l und ist somit eher für kleinere Mengen an Kompost gedacht und mit seiner Größe von 80 cm x 60 cm x 60 cm auch gut für kleineren Gärten geeignet.

Der beste Holzkomposter für einen leichten Zugang

Vor allem, wenn du den Kompost im Garten mit einer Scheibtruhe transportierst. Das Holz wurde druckimprägniert und auch hier kannst du die Bretter des Komposters mittels Stecksystem einfach zusammenbauen.Der stabile BIHL Holzkomposter bringt dir genügend Platz, um deinen Humus herzustellen. Mit seinen 170 x 85 x 52,5 cm ist er lang und breit jedoch nicht sehr hoch. Was wiederrum angenehm ist, um den Kompost abzuwerfen.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du einen Holzkomposter kaufst

Für wen eignet sich ein Holzkomposter?

Holzkomposter eignen sich für jeden, der einen Garten besitzt. Ein Holzkomposter ist, einfach gesagt ein Komposthaufen. Wenn du also einen Garten besitzt, auch wenn dieser nicht so groß ist, solltest du dich jetzt genauer mit dem Thema beschäftigen.

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Holzkomposter sind schon längere Zeit eine beliebte Möglichkeit, um Gartenabfälle ökologisch los zu werden
(Bildquelle: unsplash.com Markus Spiske).

Der Holzkomposter hilft dir Garten- sowie auch manche Küchenabfälle zu kompostieren. Die daraus gewonnene Komposterde kannst du dann wiederrum als Dünger für deinen Garten und deine Pflanzen hernehmen.

Wie der Name schon erahnen lässt, besteht der Holzkomposter aus Holzlatten, die du selber zusammenbauen kannst oder du erwirbst den fertigen Komposter im nächsten Baumarkt. Die Latten werden mit etwas Abstand zueinander versetzt, um Luft zum Kompost durchzulassen.

Wie funktioniert ein Holzkomposter?

Die Garten- und Küchenabfälle, die du auf deinen Komposter werfen wirst, sind organische Abfälle. Durch ihre Organismen bilden sich schnell Bakterien und Kulturen, die deine Abfälle dann auf natürliche Art und Weise zersetzen.

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Kleine Mikroorganismen arbeiten im Holzkomposter an der Zersetzung deiner Abfälle.
(Bildquelle: unsplash.com / Alvin Engler).

Der Zersetzungs- und Verottungsprozess kann länger dauern und benötigt Wasser und Sauerstoff. Wasser bekommt der Holzkomposter durch Regenwasser und der Sauerstoff dringt einfach durch die kleinen Abstände zwischen den Holzlatten ein.

Mit der Zeit wird dein Kompost an Größe gewinnen und durch deine verschiedenen Abfälle auch an Nährstoffen, die in die Komposterde einfließen. Diese kannst du nach dem Rottungsprozess wieder als Dünger verwenden.

Wo kann man einen Holzkomposter kaufen?

Wenn du dich dazu entschließt einen Holzkomposter zu kaufen, stehen dir viele Möglichkeiten zur Verfügung. Du kannst dir ganz einfach online einen aussuchen, bestellen und zu dir nach Hause liefern lassen.

Du kannst aber auch in den Baumarkt deines Vertrauens gehen und dich dort beraten lassen. Dies raten wir dir vor allem dann, wenn du dir zum Beispiel mit der Größe unsicher bist oder sonst noch offene Fragen hast.

Was kostet ein Holzkomposter?

Der Preis eines Holzkomposters hängt mit verschiedenen Faktoren zusammen. Schließlich gibt es Holzkomposter in unterschiedlichen Größen, Formen, mit Deckel oder aus unterschiedlichen Holzarten.

Wir liefern dir hier eine preisliche Übersicht mit beliebten Modellen. Dabei unterscheiden wir zwischen Holzkomposter mit Abdeckungen und welchen ohne, damit du dir einen Überblick verschaffen kannst, in welcher Preisspanne ein handelsüblicher Holzkomposter ungefähr liegt.

Holzkomposter mit Abdeckung sind in den meisten Fällen etwas teurer als Komposter ohne Deckel. Hier musst du dir überlegen, was für dich besser passt.

Typ Preisspanne
Holzkomposter ohne Abdeckung ca. 20-130 €
Holzkomposter mit Abdeckung ca. 35-250 €

Wie baut man einen Holzkomposter?

Holzkomposter werden dir im Netz sowie im Baumarkt angeboten allerdings ist es auch möglich selber einen zu bauen.
Selber bauen kann je nach Material und Größe kostengünstiger sein und macht dir im besten Fall sogar noch Spaß.

Falls du generell handwerklich geschickt bist, wird dir der Zusammenbau sicher nicht schwer fallen. Aber keine Angst, auch wenn du handwerklich nicht so begabt bist, kannst du dir selber einen Holzkomposter bauen.

Wenn du dich also dazu entschließt, selbst einen Holzkomposter zu bauen, wollen wir dir hier Möglichkeiten mit einer Bauanleitung zeigen. Wenn du dir bei manchen Punkten unsicher bist, frag am besten im Baumarkt, wo du dein Holz besorgst, nochmal nach.

Dies brauchst du für deinen Holzkomposter:

  • Maßband
  • Hammer
  • Nägel
  • Wasserwaage
  • 4 Pfosten
  • 4 Holzleisten
  • Draht
  • Holzbretter

Was muss man beachten?

Egal ob du deinen Holzkomposter selber baust oder ihn kaufst, es gibt ein paar Punkte, die du unbedingt beachten solltest.

  1. Standort: Achte auf einen halbschattigen Standort, damit der Kompost nicht austrocknet, aber trotzdem etwas Licht bekommt. Er sollte wegen seiner eventuellen natürlichen Geruchsbildung nicht zu nahe am Haus stehen. Jedoch sollte er auch nicht zu weit weg stehen, damit du deine Abfälle nicht lange herumtragen musst. Außerdem ist es wichtig, dass er gut zugänglich ist. Der Boden unten sollte offen sein, um Sauerstoff durchzulassen und damit Wasser absickern kann.
  2. Größe: Diese sollte angemessen zum Rest des Gartens sein. Der Holzkomposter sollte zumindest knapp einen Meter hoch sein.
  3. Material: Holz ist nicht gleich Holz! Das Material gilt an sich als sehr widerstandsfähig allerdings brauchen manchen Holzarten mehr Behandlung als andere. Besonders beliebt ist das Lärchenholz. Dieses gilt, als äußert robust und pflegeleicht. Andere Holzarten wie Fichte sollten unbedingt imprägniert werden, um eine Verfaulung zu verhindern.
  4. Befüllung: Die richtige Befüllung des Komposters ist essenziell, um Fäulnis und den damit einhergehenden Gestank zu vermeiden. Außerdem ist die Zusammensetzung des Komposts auch wichtig für den Hertstellungsprozess der Kompostiererde.

Was sind die Vorteile von Holzkomposter?

Der Holzkomposter liefert dir eine traditionelle, natürliche und günstige Art, um Abfall zu entsorgen. Mit einem Holzkomposter besitzt du sozusagen deine eigene Biomüllentsorgung im Garten.

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Der Holzkomposter liefert dir mit seiner Komposterde eine nährstoffreiche Grundlage für neue Pflanzen.
(Bildquelle: unsplash.com / Markus Spiske).

Die Schlitze zwischen den Latten dienen nicht nur der Belüftung, sondern erleichtern dir auch einen Einblick, um den Verottungsrgad zu beobachten. Damit lässt es sich leicht überprüfen, wann der Kompost fertig ist.

Welche Alternativen gibt es zu einem Holzkomposter?

Es gibt viele Alternativen, welche aus einem anderen Material hergestellt werden. Beispielsweise Komposter aus Metall oder Kunststoff. Eine sehr beliebte Alternative zum Holzkomposter ist der Thermokomposter.

Thermokomposter

Der Thermokomposter oder auch Schnellkomposter wird gerne verwendet, weil er aufgrund seiner schnelleren Wärmeentwicklung auch schneller eine Komposterde hervorbringt.

Vorteile
  • schnellerer Kompostiervorgang
  • abgeschlossene Behälter
  • Mehrkammersysteme für unterschiedliche Reifestufen
Nachteile
  • besteht aus Kunststoff
  • optisch nicht so schön
  • Kompostgut verfault leicht

Entscheidung: Welche Arten von Holzkomposter gibt es und welcher ist der richtige für dich?

Wenn du dir einen Holzkomposter kaufen möchtest, gibt es prinzipiell mal zwei Alternativen. Holzkomposter mit oder ohne einem Deckel beziehungsweise einer Form von Abdeckung. Die Wahl zwischen Komposter mit oder ohne Deckel liegt ganz bei dir und was dir persönlich besser gefällt beziehungsweise was du für deinen Garten brauchst.

  • Holzkomposter ohne Abdeckung: Diese sind, wenn du sie selbst baust auf jeden Fall einfacher in der Herstellung. Außerdem fällt ohne dem Deckel eine Art Barriere weg und der Vorgang etwas auf den Kompost zu werfen wird erleichtert. Er lässt sich einfach leichter befüllen ohne Deckel. Dadurch, dass der Holzkomposter keine Abdeckung besitzt, wird er auf natürliche Art und Weise auch mit Wasser, nämlich Regenwasser, versorgt. Dadurch sparst du dir das Gießen.
  • Holzkomposter mit Abdeckung: Bei Holzkompostern besteht die Möglichkeit diesen auch mit einer Abdeckung zu kaufen oder zu bauen. Es gibt eigene Deckel oder auch Türen, die es dir ermöglichen, deinen Komposter in gewisser Weise abzudecken und zu öffnen. Ein großer Vorteil von Holzkompostern mit Deckel ist, dass sich der natürlich entstehende Geruch vom Kompost nicht so sehr verbreitet. Außerdem schützt er vor größeren Tieren und vor Abfällen, die du lieber nicht drinnen hättest.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Holzkomposter vergleichen und bewerten

Du willst dir einen Komposter zulegen und entscheidest dich für einen Holzkomposter.  Hierbei gibt es natürlich wieder Dinge, die du beachten solltest, bevor du eine endgültige Wahl triffst.

Auf eine Größe solltest du dich selber festlegen, da dies auch von deinem Platz im Garten abhängt. Jedoch gibt es noch andere Merkmale, in denen sich Holzkomposter voneinander unterscheiden.

Material

Wie wir oben bereits schon einmal kurz angeschnitten haben, ist Holz nicht gleich Holz. Fest steht, egal für welche Holzart du dich entscheidest, sie wird irgendwann morsch. Dies hängt natürlich auch von den Umwelteinflüssen ab, aber es gibt Holzarten, die pflegeleichter und beständiger sind. Üblicherweise werden Holzkomposter aus diesen Holzarten hergestellt:

  • Lärche
  • Fichte
  • Kiefer

Diese Holzsorten werden als sehr stabil und Wärme dämmend bezeichnet.

Beschichtung

Da der Holzkomposter jeglicher Wind- und Wetterlage trotzen soll, kann es nicht schaden ihn zu imprägnieren. Das heißt den Holzbrettern eine Beschichtung über zu sprühen beziehungsweise zu streichen.

Holzkomposter halten durchschnittlich 5-10 Jahre. Diese 10 oder mehr Jahre lassen sich aber hauptsächlich durch eine Beschichtung erreichen. Damit das Holz nicht schnell morsch und faul wird, kannst du Holzkomposter kaufen, die druckimprägniert sind.

Der Vorteil gegenüber nicht imprägnierten liegt einfach darin, dass der Holzkomposter länger halten soll und der Witterung leichter standhält.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Holzkomposter

Nachdem du stolzer Besitzer eines Holzkomposter bist, geben wir dir eine Übersicht an Dingen, die du nun bei der Verwendung beachten solltest.

Wie schichtest du richtig?

Damit du zu einer guten Komposterde kommst und Schimmel und Gestank vermeidest, ist es wichtig den Kompost auch richtig zu schichten. Die unterste Schicht sollte zunächst aus verschiedenen, gröberen Gartenabfälle bestehen. Zum Beispiel kleine Zweige und Äste sowie Grünschnitt.

Danach empfehlen wir dir Stallmist oder Schnellkomposter (den musst du zunächst wohl noch kaufen oder vielleicht vom Nachbarn ausborgen), dies bietet deinem Holzkomposter eine gute Basis, um dir später Humus zu liefern.

Falls du schon einen Komposter besitzt, empfehlen wir dir Komposterde von diesen in deinen neuen zu mischen. Diese Erde liefert nämlich viele wichtige Nährstoffe für deinen neuen Humus. Nach diesen Basisschichten kannst du deine anfallenden kleineren Garten- und Küchenabfälle gemischt auf den Kompost legen.

Was darf in den Holzkomposter?

Der Holzkomposter ist deine persönliche Bio Tonne.

Du kannst ihn für Gartenabfälle wie Rasenschnitt oder Laub und Äste verwenden. Auch Abfälle aus der Küche kannst du auf deinen Kompost werfen. Es gibt aber auch die Dinge, die du besser nicht auf deinen Holzkomposter legst. Um Gestank und Fäulnis zu vermeiden, zeigt dir die Tabelle, was auf den Kompost soll und was nicht.

Was darf auf den Holzkomposter? Was darf nicht kompostiert werden?
Gartenabfälle wie Laub, Pflanzenreste, Strauchschnitt kranke oder von Schädlingen befallene Pflanzenstücke
Rasenschnitt (nicht zu viel) tierische Lebensmittel
Reste von rohem Obst und Gemüse, Eierschalen Zitrusfrüchte, Bananenschalen (Pestizidgefahr)
Karton, Zeitungspapier Aschereste von Stein- oder Grillkohle und Zigarettenreste
Kaffee- und Teesatz Windeln, Katzenstreu

Wie behandelt man einen Holzkomposter?

Solltest du dich für einen unbehandelten Holzkomposter entschieden haben, gibt es auch die Möglichkeit, dass du ihn selbst imprägnierst. Mit Farbe oder Lack kannst du die Holzporen verschließen und schützt das Holz somit vor Umwelteinflüssen und machst es dadurch länger haltbar.

Der Nachteil hierbei ist allerdings, dass du den Holzkomposter fachgerecht entsorgen musst, weil er im Gegensatz zu unbehandelten Kompostern nun chemische Stoffe auf sich trägt, die nicht in deinen Komposthaufen verfallen sollen.

Holzkomposter als Hochbeet

Holzkomposter können nicht nur für gute Kompostiererde verwendet werden. Das schöne natürliche Design und die Höhe des Komposters lassen sich gut mit einem Hochbeet kombinieren. Vorausgesetzt, du brauchst den Komposter nicht (mehr) für seinen ursprünglichen Zweck.

Den Holzkomposter verkleidest du innen einfach mit Teichfolie, Kokosmatten oder ähnlichen und befüllst ihn dann mit Erde. Der Holzkomposter wird hier zwar zweckentfremdet, aber als Dünger für deine blumen kannst du auch hier Komposterde verwenden. Wir finden ein Hochbeet ist auch eine schöne Verwendungsalternative.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.hausbaumagazin.at/komposter-selbst-bauen-unsere-anleitung-so-wird-es-gemacht/

[2] https://garten247.de/holzkomposter-alle-infos-zum-komposter-aus-holz/#Was_ist_Kompostieren

[3] https://www.wohnnet.at/garten/gartennutzung/kompost-was-darf-rauf-und-wie-kompostiert-man-richtig-6951997

[4] https://www.garten-pflanzen.info/kompostieren-mit-einem-thermokomposter/#Vorteil_der_Kompostierung

[5] https://www.kompost.biz/ratgeber/der-richtige-standort-fuer-den-komposter

[6] https://www.kompost-tipps.de/was-darf-auf-den-kompost/

Bildquelle: Elenathewise / 123rf.com

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